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Vorbild Norwegen – Altersversorgungsmodell

Samstag, 18. Februar 2017

Die deutschen Sparer tun sich schwer, mit Ihren Kapitalanlagen. Zinseinnahmen aus Sparbüchern und Anleihen gibt es so gut wie nicht mehr. Der norwegische Staatsfonds zeigt den alternativen Weg.


Viele Anleger sind beunruhigt, wenn es um die Lücke in ihrer Altersversorgung geht. Gleiches gilt für die Sparer, die gewohnt sind, ihr Kapital in Geldwerten mit festen Zinseinnahmen anzulegen. Sie alle sich verunsichert, wie man weiter mit seinem Geld und den Sparmodellen vorangehen soll.

 

Erschreckend ist die jüngste Statistik, welche erneut zeigt, dass der Aktienbesitz in Deutschland auf tiefem Niveau verharrt. Seit dem Finanzdebakel 2008 mit dem Zusammenbruch vieler Banken misstrauen die Deutschen den Aktienanlagen mehr denn je. Lediglich 14 Prozent der Bevölkerung verfügen über Aktien oder Aktienfonds. Demgegenüber quillen die Spareinlagen bei den Banken geradezu über. Gewaltige 596 Milliarden Euro an Spareinlagen liegen derzeit zinslos auf den Konten rum.

 

Dabei gibt es bei dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge beziehungsweise eines langfristigen Kapitalstocks durchaus transparente Orientierungshilfen: allen voran den norwegischen Staatsfonds. In diesem Fonds sammelt und investiert die norwegische Nation die Einnahmen aus den Ölvorkommen in der Nordsee.

 

Wenig bekannt ist, dass die Norweger inzwischen den grössten Staatsfonds der Welt verwalten, grösser noch als ähnliche Einrichtungen in Saudi Arabien, den Vereinigten Staaten  von Amerika oder Japan. Das Anlagevermögen in Oslo beträgt etwa 850 Milliarden Euro (7.500 Milliarden norwegische Kronen).

 

Aber wie legen nun die Fondsmanager diese gigantischen Geldsummen an? Immerhin geht es ja um die Verantwortung für den Wohlstand künftiger Generationen in Norwegen. Und hier kommt die grosse Überraschung. Aktuell wurde veröffentlicht, dass  die Aktienquote von bisher 62,5 Prozent auf nunmehr 70 Prozent in Oslo erhöht werden soll. Unter den zehn grössten Aktienpositionen des Staatsfonds befinden sich klassische Value-Aktien wie Nestle oder Roche, aber zum Beispiel auch  Apple-Aktien sowie die deutschen Standardpapiere Daimler und Vonovia. Ich bin ganz zufrieden, dass  der norwegische Staatsfonds ähnlich wie wir in unserem „ME Fonds – Special Values“ den klassischen Value-Ansatz verfolgt.

 

Interessant und für mich erschreckend ist der Vergleich zur deutschen Altersversorgungskonstellation. Die deutschen Lebensversicherungen legen im

Schnitt unter fünf Prozent der Gelder der Versicherten in Aktien an. Der überwiegende Rest geht leider in niedrig verzinsliche Staatsanleihen - bis zu 80 Prozent der Versicherungsgelder.

Bei der Frage, wer wohl im Lauf der Zeit besser abschneiden wird, fällt mir die Antwort nicht schwer.

 

Im Verlauf meines Lebens habe ich eines gelernt: In den Bereichen, in den ich selber keine Expertise vorzuweisen habe, orientiere ich mich an den Erfolgreichen.

 

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