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Strafzinsen bei Schweizer Franken - was tun?

Montag, 18. Mai 2015

Immer häufiger werden die Geldanleger wegen ihrer Schweizer Franken Guthaben von den Banken angesprochen. Zur Vermeidung von 0,75 % p.a. Strafzinsen, die nun von den Banken belastet werden, wird empfohlen das Geld in eine andere Währung zu tauschen oder das Guthaben anderweitig anzulegen. Es fragt sich jedoch, ob dies anzuraten ist.


Was die Währungen angeht, so gilt von jeher die Aussage im Kaufmann von Venedig: „Nicht alle Schiffe auf einer See". Wer kein Währungsspekulant sein möchte, sondern Gelder langfristig anzulegen hat, sollte niemals nur in einer Währung engagiert sein. Mal ist der US-Doller, mal das Pfund, mal der Euro stärker. Die Devisenkurse hängen stark von der Politik ab und sind von daher unkalkulierbar.

 

Eine Sonderstellung nimmt jedoch der Schweizer Franken ein. Er war schon immer die bessere Währung; zu Kriegszeiten und auch nach dem zweiten Weltkrieg, selbst im Vergleich zur alten, starken D-Mark (DEM). Dies hat sich auch in den letzten Jahren gegen den Euro fortgesetzt. Daran hat auch der Eingriff, der Schweizer Nationalbank über mehrere Jahre bei 1,20 nichts ändern können.  Die Schweizer Franken-Konteninhaber sind die großen Währungsprofiteure.

 

Angesichts eines Währungsgewinnes von +15% in 2015 innerhalb weniger Tage, fragt es sich, ob eine kleine Gebühr von 0,75% p.a. wirklich so eine "schlimme Sache" ist. In der ruhigen Perspektive ist das wohl eher zu verschmerzen. Sicherlich: Keiner zahlt gerne CHF 750,- im Jahr bei einem Guthaben von CHF 100.000,-. Man sollte jedoch im Auge behalten, dass schon eine kleine Devisenkursverbesserung von nur 2 Cents zu einem Wertzuwachs von CHF 2.000,- führt.

 

Der langfristige Anleger könnte die 0,75% als eine Art "Clubgebühr" betrachten; und zwar für einen exklusiven Club. Eventuell sollte man sich wegen einer solchen eher kleinen Gebühr, nicht aus einer besseren Währung drängen lassen. Denn was wird wohl passieren, wenn eines Tages die Schweizer Nationalbank die Strafzinsregelung wieder abschafft?

 

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