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Eine Generation mit "Zins auf Null"

Donnerstag, 30. April 2015

Die faktische Abschaffung des Zins für Sparguthaben hat viele negative Auswirkungen. An eine wird allerdings selten gedacht:

Die langfristige Auswirkung auf die heranwachsenden jungen Menschen, die Jugendlichen. Und zwar nicht so sehr im reinen finanziellen Sinn. An was denke ich? Dazu ein Blick zurück.


Ich erinnere mich genau, was für ein schönes Gefühl es war, als Neunjähriger, mein erstes Sparbuch zu bekommen, Taschengeld anzusparen und dann am Bankschalter auf mein Sparbuch einzuzahlen. Das Highlight im Januar eines Jahres war es, das Sparbuch vorzulegen. In einer großen Rechenmaschine wurden mir dann "meine" Zinsen für das abgelaufene Jahr gutgeschrieben und im Sparbuch eingedruckt. DEM 8,--  Zinsen, reicher ohne Arbeit. Fantastisch. Großartig war das.

Eine echte Motivation weiter zu sparen, mehr und weiterhin einzuzahlen. Im Jahr drauf gab es dann schon DEM 12,-- Zinsen im Januar für mich.

 

So habe ich als Kind das "Wunder des Zins- und Zinseszinseffektes" am eigenen Leib, im praktischen Leben kennengelernt und das Potential des Sparens verstanden. Neben meiner Ausbildung und der Arbeitswelt gab es offensichtlich eine weitere Säule, mit der man Geld verdienen konnte: Mit Kapital und Zins. So wurde die Grundlage für meine spätere Tätigkeit als Investor gelegt.

 

Und wie ist es heute? Wie sollen die Heranwachsenden den Weg zum Sparen finden? Es bringt ja nichts. Zudem ist das Image der Banken angekratzt.

Welche Entwicklung ist zu beobachten: Mehr und mehr junge Menschen geben auf. Sie versuchen es erst gar nicht mehr, Vermögen aufzubauen. Sparen lohnt nicht, es gibt ja auch keinen Ertrag daraus. Statt den Weg in eine finanzielle Unabhängigkeit einzuschlagen, werden sie zu einem Dasein der Lohnabhängigkeit und des Konsums "verdammt" sein.

Wir dürfen nicht aufgeben, und sollten - trotz der Null-Zins-Epoche - den Sinn des Sparens unseren jungen Menschen, wo immer wir können, vermitteln. 

 

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