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Ein Aspekt: Nur wenige aus der Branche an der Börse

Montag, 23. Mai 2016

Ob es an der Börse viele oder nur wenige Aktien aus einer bestimmten Branche gibt, ist eine wichtige Frage. Den meisten Investoren ist das gar nicht bewusst.


An der Börse werden die Kurse nicht nach objektiven Bewertungskriterien gemacht. Ganz und gar nicht. Es sind allein Angebot und Nachfrage, welche die Börsenkurse bestimmen. Dabei übersehen fast alle Investoren einen kleinen, aber sehr wichtigen Aspekt.

 

Woran denken Sie zum Beispiel, wenn Sie in diesem Zusammenhang „Angebot und Nachfrage“ hören? Nun sicher an die Markteilnehmer, die auf der einen Seite Aktien kaufen und auf der anderen Seite Aktien verkaufen wollen.

 

Bei meiner Research-Arbeit auf der Suche nach aussichtsreichen Aktien, denke ich natürlich auch immer an „Angebot und Nachfrage“.  Aber in einem anderen Zusammenhang.  Ich konzentriere mich darauf, wieviel Angebot es gibt: Und zwar das Angebot an Kursnotizen aus einer Branche!

 

Mich interessiert, wie viele Unternehmen einer bestimmten Branche an den Börsen weltweit überhaupt notiert sind. Also, wieviel Anlage-Alternativen es aus diesem Geschäftssektor gibt. Wenn nur wenige Unternehmen aus dem jeweiligen Business-Segment an der Börse zu haben sind, dann ist das für mich zunächst mal ein Positivum. Meine Research-Ampel schaltet auf Grün.

 

Es macht nun einmal einen Unterschied, ob beispielsweise 50 Aktien oder nur vier Aktien eines Geschäftsfelds an der Börse zur Auswahl stehen. Je weniger Aktiengesellschaften notiert sind, umso mehr wird sich das Geld der institutionellen Großanleger und der Pensionskassen auf wenige Titel verteilen. Und das kann erheblichen Einfluss auf die Kursentwicklung haben. Vor allem langfristig.

 

Und es gibt tatsächlich solche interessanten Konstellationen. Dazu zwei Beispiele:  Zum ersten:  Wie viele Premium-Schokoladenhersteller sind an den Börsen der Welt notiert? Sie werden staunen: Eine einzige Firma. Die Lindt & Sprüngli AG an der Züricher Börse. Wer also über Geldanlagen zu entscheiden hat, von Neu Seeland bis nach Vancouver, und an der Börse in das Segment Premium-Schokolade investieren möchte, kommt am Ende des Tages nicht an der Lindt & Sprüngli Aktie vorbei.

 

Zum zweiten: Wie viele Börsenunternehmen sind ganz auf die Wachstumsbranche „Fahrstühle und Rolltreppen“ fokussiert? Gerade einmal zwei Unternehmen: KONE aus Finnland und SCHINDLER aus der Schweiz (die drei weiteren Konkurrenten Thyssen, Otis und Mitsubishi sind Teile von Mischkonzernen). Wer als Aktionär vom Trend hin zu Hochgeschwindigkeitsaufzügen und von lukrativen Fahrstuhl-Wartungsverträgen profitieren will, landet mit seinem Börsenkaufauftrag bei KONE oder SCHINDLER.

 

Natürlich eignen sich nicht alle Unternehmen, von denen es nur wenige an der Börse gibt, automatisch zur Geldanlage. Im Lauf der Jahre hat mir aber mein Research-Ansatz „Wer-ist-nur -selten-an-der-Börse-zu-haben?“ geholfen. Es verwundert mich keineswegs, dass ich dieser Analyse-Methodik immer wieder eine Reihe von „Aktien-Überfliegern“ in meinem Depot zu verdanken habe. 

 

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