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Drastische Auswirkung des Zinsverfalls

Donnerstag, 30. April 2015

Wir leben in radikal veränderten Zeiten. Gewisse Entwicklungen schleichen unmerklich über Jahre heran, so dass wir die grundsätzliche Veränderung gar nicht genau wahrnehmen. Das über 10 Jahre systematisch auf " Null " geführte Zinsniveau im Bond Market hat drastische Folgen für unser Leben. Dazu ein Beispiel:


Es ist gar nicht so lange her, da gab es in Deutschland jahrzehntelang 5% - 6% Zinsen p.a. für deutsche Post-, Bahn- und Staatsanleihen der BRD. Und zwar mit 10-jähriger Laufzeit, pünktlicher Zinszahlung zum festen Termin einmal im Jahr und einwandfreier Rückzahlung am Ende der Laufzeit. Die Inflation war moderat und die Anleihen wurden in einer "bombenfesten" Währung zurückgezahlt: Der D-Mark.

 

Was bedeutete das für einen erfolgreichen Menschen am Ende seiner Berufslaufbahn damals? Hatte er im Laufe seines Lebens sein "Häuschen" abgezahlt und wohnte mietfrei, hatte er kurz vor der Pensionierung zum letzten Mal einen neuen Mercedes gekauft, so konnte er mit DEM 1 Mio. Ersparnisse angstfrei und bequem leben. Denn die DEM 1 Mio., angelegt in verschiedenen guten Bonds, brachten ihm Zinseinkünfte von DEM 50.000,- bis DEM 60.000,- im Jahr. Das waren DEM 4.000,- bis DEM 5.000,- im Monat (vor Steuern). In einer solchen Konstellation, konnte man ein beschauliches Dasein in Deutschland führen. 

 

Keine 30 Jahre später, in ununterbrochenen Zeiten der Stabilität und des gewachsenen Wohlstands, wie sieht es nun aus? Aus DEM 1 Mio. sind EURO 500.000,- geworden. Und was bringen die im Bond Market unserem Pensionär? Maximal Euro 2.500,- bis Euro 5.000,- Zins im Jahr. Also Euro 200,- bis Euro 400,- im Monat. Das Ganze dann noch mit gewissen Rückzahlungsängsten und in einer Währung, dem EURO, von dem man nicht so recht weiß, was er wohl in 10 Jahren an Werthaltigkeit zu bieten haben wird.  

 

Unmerklich hat es sich dahin entwickelt, sang- und klanglos. Drastischer konnte es kaum kommen. Sicherlich: Eine Enteignung wäre schlimmer. Wie sagt eine kluge Bekannte von mir: "Schlimmer geht immer".

 

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