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Bei der Geldanlage: Immer nur in Prozent denken

Montag, 7. Dezember 2015

Junge Menschen in der Ausbildung und am Berufsanfang liegen mir besonders am Herzen. Es ist nicht leicht für sie, den Weg zum Investieren und Geldanlegen zu finden. In der Schule wird es ihnen nicht beigebracht. Es gibt aber eine ganz simple Empfehlung: Nicht in Euros denken, sondern in Prozent.


Immer wieder höre ich das Argument: „Ich habe ja gar nicht genug Geld. Das lohnt sich doch nicht für mich. Für die paar Euro, die dabei herumkommen....“ Nun, ich weiß, wovon ich spreche. Ich selbst war als junger Mensch in der gleichen Situation. Aber ich habe es versucht und dabei gelernt, dass es sich lohnt, an der Börse Geld anzulegen. Dazu ein Bespiel:

 

Am 8. Dezember 1971, genau vor 44 Jahren, habe ich meine erste Aktie gekauft. Ich war 15 Jahre alt und meine Ersparnisse beliefen sich auf DEM 200,- (etwa Euro 102,-). Es war eine Zeit, in der es weder Smartphones noch Internet gab. Ich wollte aus meinem Geld mehr machen. Also studierte ich die Börsenkurse in der Zeitung und recherchierte so gut es ging.

 

Ich entschied mich für eine Maschinenbauaktie, die Gute-Hoffnungshütte-Aktie (genannt: GHH, später Teil des MAN Konzerns), die mir aussichtsreich erschien. Die Kauforder musste ich in der Schulpause vom Münzfernsprecher erteilen. Die Aktie notierte bei DEM 143,50. Wegen der hohen Mindest-Grundgebühr kostete mich der ganze Spaß DEM 150,36. An sich hatte ich mit lediglich 1,5% Spesen bei Kauf und Verkauf gerechnet. An die Mindest-Grundgebühr von DEM 7,- hatte ich nicht gedacht.

 

Was hoffnungsvoll begann, stellte sich zunächst als Tiefschlag heraus. Denn die GHH-Aktie musste um mindestens DEM 14,- steigen, damit ich die Plus-Minus-Null-Linie erreichen würde. Da war ich ganz schön niedergeschlagen. Ich hatte mich so gut vorbereitet und doch falsch kalkuliert. Aber ich hatte Glück. Innerhalb von nur vier Monaten, am 11. April 1972, konnte ich die GHH-Aktie zum Kurs von DEM 179,- verkaufen. Nach Abzug der Spesen blieben mir DEM 172,05. Ich hatte einen Gewinn von DEM 21,69 erzielt. Ein sehr kleiner Betrag (Euro 11,06), über den die meisten die Achseln gezuckt hätten. „Und, hat sich das nun gelohnt....?“

 

Ich habe es aber ganz anders betrachtet, denn mir war ein beachtlicher Erfolg gelungen. Ein Gewinn in Höhe von 14,42 % und das in nur vier Monaten! An dem kleinen Geldbetrag habe ich mich überhaupt nicht gestört. Auf die Verzinsung kam es an. Ich hatte am eigenen Leib erfahren: Wenn es mir mit einer Aktie gelungen war, ein Plus in Höhe von 14,42 % zu erzielen, so hätte ich es mit der gleichen Recherche und Arbeit auch mit 1.000 Aktien erzielen können. Und das ist das Schöne an der Börse. Wie hoch die investierten Summen sind, ist letztlich egal. Der Mechanismus ist immer der Gleiche. Alles, was man mit kleineren Beträgen lernt oder „übt“ im realen Leben, wird einem später, wenn größere Summen zur Verfügung stehen, von großem Nutzen sein. Prozent ist Prozent.

 

So hatte ich das Glück, schon früh in meinem Leben zwei Erkenntnisse zu gewinnen:

 

  1. Es lohnt sich im Beruf erfolgreich zu sein, damit man regelmäßig sparen und Rücklagen bilden kann.
  2. Aus Ersparnissen wird Kapital. Und Kapital kann zu einer zweiten Säule des Einkommens werden, wenn man es richtig investiert.

 

Das ist für mich eine wunderbare Aussicht gewesen und hat mich sehr motiviert. Nicht nur meine Tätigkeit im Beruf, sondern auch mein Kapital würden im Lauf meines Lebens „für mich arbeiten“. Und so ist es dann auch gekommen.

 

Also: Lassen Sie sich vom Gerede anderer, dass „es sich nicht lohnt“ nicht abhalten. Versuchen Sie, Kapital anzusparen und dann, für sie arbeiten zu lassen. Und rechnen sie am Anfang einfach nur in Prozent. Wer weiß, später können daraus gewaltige Summen werden. Nur Geduld!

  

 

 

 

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