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Aufkäufe an der Börse: Seit Jahren angekündigt

Donnerstag, 26. Mai 2016

An der Aktienbörse wird es immer deutlicher. Die Kurse für erstklassige Firmen sind zu tief. Die Unternehmen überschlagen sich geradezu mit Aufkäufen in gigantischem Ausmaß.


Schon bei der Gründung unseres Value Fonds „ME Fonds - Special Values“  im Juli 2002 habe ich klipp und klar propagiert, dass die wirklich guten Firmen an der Börse viel zu billig zu haben sind. Angesichts der Papiergeldflut wird es eines Tages zu einem regelrechten Ausverkauf kommen. Unternehmen mit einer langen Firmengeschichte und einer starken Marktposition werden an der Börse ein knappes Gut werden.

 

Unbeirrt haben wir an dieser Überzeugung festgehalten. In unserer Anlagestrategie hat es sich – auch über die Finanzkrisen hindurch – ausgezahlt. Auch heute hat sich an dieser Konstellation – Papiergel gegen Unternehmertum – nichts geändert. Aus meiner Sicht bietet dies weiterhin interessante Perspektiven für geduldige Value-Investoren.

 

In meinen beiden Blogs vom 8. Juni 2015 (Atemberaubend – Die Fusionswelle rollt) sowie vom 12. August 2015 (Firmenübernahmen – in einer neuen Dimension) habe ich auf diesen Trend erneut hingewiesen.

 

Der Zug der Take-Over Angebote hat in den letzten Wochen erneut Fahrt aufgenommen. Es geht quer durch alle Branchen. Die Aufkäufer sind nicht nur die Chinesen. Unter anderem liegen für folgende Firmen ungefragt Aufkaufgebote vor: Betroffen sind der Roboterhersteller KUKA, der Saatzucht-Weltmarktführer MONSANTO, der Batteriehersteller SAFT in Paris, der Pflanzenschutzproduzent SYNGENTA in Basel, die Doughnut Kette KRISPY CREME an der New Yorker Börse sowie die alte Firma WMF in Geislingen (WMF war früher schon an der Börse aufgekauft worden und wird nun mit Gewinn weiterveräußert).

 

Aus Sicht eines Value-Investors ist mir klar: Die wahren Firmenwerte der erstklassigen Unternehmen stehen nicht in der Bilanz:  Markenwerte, Corporate Culture, Mitarbeiter Know-how und Motivation, Kundenkarteien, eingespielte Betriebsabläufe und erarbeitetes Vertrauen, um nur einige Punkte zu nennen, sind ein unbezahlbares Gut geworden.

 

Die meisten Geldanleger und Aktionäre machen es falsch. Sie orientieren sich an den historischen Börsenkursen, an den Chart-Kursverläufen und den alten Höchst-Tiefkursen. Sie verstehen nicht, was sich außerhalb der Aktienbörse in der Welt tut. Es geht um ganz neue Bewertungsmaßstäbe.

 

Für mich ist ganz klar. Ich hoffe inständig, jeden Tag, dass für meine erstklassigen Aktien keine Übernahmeangebote abgegeben werden. Kurzfristig gibt das einen schönen Kursgewinn. Aber langfristig werde ich mit der Aktie sicher mehr verdienen. Wenn das Unternehmen dieses Potential nicht besitzt und ich darauf nicht vertrauen kann, dann gehört die Aktie – bei aller Take-Over Fantasie – auch nicht in das Depot. Da heißt es: Hände weg.

 

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